Mathias Goeckede

Gruppenleiter der Forschungsgruppe Integration von Oberflächen-Atmosphäre-Austauschprozessen über Skalen hinweg - Modellierung und Überwachung (IPAS).

Im Zentrum der Forschung von Mathias Göckede und seiner Arbeitsgruppe stehen die Analyse und Interpretation klimarelevanter Rückkopplungsprozesse zwischen Biosphäre un Atmosphäre in den Ökosystemen der Arktis.
Die Forschungsgruppe ist Teil der Abteilung Biogeochemische Signale unter der Leitung von Direktor Sönke Zaehle.

Neue Studie zum arktischen Kohlenstoffkreislauf liefert wichtige Erkenntnisse und zeigt Forschungsbedarf auf

Die Klimaerwärmung lässt in der Arktis den Permafrost auftauen und Gletscher schmelzen, sie führt zu Vegetationsveränderungen, extremer Trockenheit und Feuern. All dies hängt stark vom Energieaustausch zwischen Atmosphäre und Boden ab.

Die dauerhaft gefrorenen Böden vor allem am nördlichen Polarkreis speichern mehr als eine Billion Tonnen Kohlenstoff. Doch mit dem Klimawandel tauen sie mehr und mehr auf. Ob dadurch große Mengen Treibhausgase freigesetzt werden, ist eine der wichtigen ungelösten Fragen der Klimaforschung

Gruppenleiter: Mathias Göckede
Skalen spielen eine wichtige Rolle bei der Analyse und Interpretation klimarelevanter Rückkopplungsprozesse zwischen Biosphäre und Atmosphäre. Um großräumige, langfristige Veränderungen der Ökosystemfunktionalität genau vorhersagen zu können, müssen wir insbesondere für hochstrukturierte Domänen wie arktische Permafrostlandschaften Prozesse im feinen Maßstab untersuchen, um die Treiber dieser Veränderungen zu verstehen. Außerdem müssen neue Beobachtungserkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Ökosystemeigenschaften und Kohlenstoff- und Energieprozessen in flexible Modellierungsrahmen integriert werden, die die individuellen Vorteile verschiedener Modellierungsphilosophien idealerweise kombinieren.

Mathias Göckede und Martin Heimann erhalten gemeinsam mit Kooperationspartner ein prestigereiches ERC Synergy Grant für klimarelevante Permafrost-Forschung. Ihr erfolgreich evaluiertes Projekt „Quantify disturbance impacts on feedbacks between Arctic permafrost and global climate – Q-ARCTIC” wird über 6 Jahre mit insgesamt 10 Mio. € gefördert.

Permafrost, der kohlenstoffreiche Dauerfrostboden, der etwa ein Viertel der Landfläche der nördlichen Hemisphäre bedeckt, speichert derzeit etwa doppelt so viel Kohlenstoff wie in der globalen Atmosphäre enthalten ist. Taut dieser Boden durch zunehmende Erwärmung auf, könnte ein Teil dieses enormen Kohlenstoff-Vorrats unwiderruflich in die Atmosphäre freigesetzt werden, vornehmlich in Form der Treibhausgase Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4).

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