Carl-Zeiss-Humboldt-Forschungspreis für Experte der Künstlichen Intelligenz
Gustau Camps-Valls erhält einen der 2 mit je 100.000 Euro dotierten Forschungspreise, um am MPI-BGC zu forschen
Gustau Camps-Valls, Professor für Elektrotechnik an der Universitat de València, ist Pionier der Anwendung von künstlicher Intelligenz in der Erdbeobachtung. Er hat die Entwicklung fachbezogener KI maßgeblich vorangetrieben, indem er maschinelles Lernen mit physikalischen Gesetzen kombiniert hat, um die Vorhersagemodellierung komplexer Systeme zu verbessern. Organisationen und Klimawissenschaftler*innen weltweit haben seine Methoden übernommen. Seine Algorithmen für maschinelles Lernen werden beispielsweise von der Europäischen Weltraumorganisation ESA und von Wetterzentren zur Verarbeitung von Satellitendaten und zur Datenfusion genutzt.
Nominiert wurde er vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena. Währende seiner Forschungsaufenthalte am MPI-BGC in Deutschland wird er mit seinem Gastgeber, Direktor Markus Reichstein, aktuelle Forschungsfragen an der Schnittstelle von KI und Klima angehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von Methoden des maschinellen Lernens zur Untersuchung von Extremereignissen, insbesondere im humanitären Kontext. Dabei soll das Fachwissen von Camps-Valls genutzt werden, um Klimaextreme wie Dürren und Hitzewellen sowie deren Auswirkungen auf Ökosysteme und soziale Gemeinschaften mithilfe von Beobachtungsdaten und Modellsimulationen noch genauer zu erfassen und vorherzusagen.
(Dieser Text wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung zur Verfügung gestellt)
Carl-Zeiss-Humboldt-Forschungspreis
richtet sich an Forschende der Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT), die eine Kooperation mit Fachkolleg*innen in den Förderländern der Carl-Zeiss-Stiftung anstreben (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Thüringen). Verliehen wird der Forschungspreis an Wissenschaftler*innen, die mit ihrer Forschung ihr Fachgebiet auch über das engere Arbeitsgebiet hinaus nachhaltig geprägt haben.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk von mehr als 30.000 Humboldtianer*innen – unter ihnen 61 mit Nobelpreis.
Über die Carl-Zeiss-Stiftung
Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung eine der ältesten und größten privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.
