Marion Schrumpf: neue Professorin für “Ökologie von Agrarökosystemen”
Dr. Marion Schrumpf, langjährige Wissenschaftlerin am MPI-BGC, wechselt an die Universität Halle (MLU) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) als gemeinsame Professorin für „Ökologie von Agrarökosystemen“.
Pflanzen können Klimagase wie Kohlenstoffdioxid aus der Luft binden. Ein Teil des dabei aufgenommenen Kohlenstoffs gelangt in den Boden und kann dort über lange Zeit gespeichert werden. Welche Prozesse dabei im Detail ablaufen und der Mensch beispielsweise durch seine Landnutzung darauf Einfluss nimmt, untersucht Marion Schrumpf. Seit Oktober hat sie die gemeinsame Professur für „Ökologie von Agrarökosystemen“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenbeg (MLU) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) inne.
Für den Klimawandel sind Böden von zentraler Bedeutung: „Sie können eine Quelle oder Senke von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid darstellen. Die künftige Entwicklung der Kohlenstoffvorräte im Boden kann den Klimawandel sowohl dämpfen als auch beschleunigen“, sagt Prof. Dr. Marion Schrumpf. In ihrer Forschung konzentriert sie sich auf die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Mikroorganismen und Bodeneigenschaften, wie dem Nährstoffgehalt und der Mineralzusammensetzung. Diese kombiniert sie mit Faktoren wie dem Klima und den Folgen der Landnutzung. Ziel ist es, so auch bessere Vorhersagen zu treffen und Empfehlungen für eine nachhaltige Nutzung von Böden zu entwickeln. „Natürlich muss auch die Produktivität landwirtschaftlicher Standorte und die Multifunktionalität der Böden erhalten oder verbessert werden. Es ergibt keinen Sinn, die Landnutzung nur auf Kohlenstoffspeicherung zu optimieren“, betont die Forscherin.
Marion Schrumpf studierte Geoökologie an der Universität Bayreuth und promovierte dort im Jahr 2004. Anschließend wechselte sie als Postdoc an das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in die damalige Abteilung des Gründungsdirektors Prof. Ernst-Detlef Schulze. Später leitete sie die abteilungsübergreifende Forschungsgruppe “Biogeochemie des Bodens” unter Prof. Susan Trumbore und Prof. Markus Reichstein.
Die Berufung auf die gemeinsame Professur geht mit der Leitung des gleichnamigen UFZ-Departments einher. An MLU und UFZ möchte die Forscherin ihre Arbeit nun fortsetzen. „Ich arbeite mit einigen Kollegen aus den Bodenwissenschaften der MLU schon sehr lange zusammen und freue mich darauf, diese Kooperationen zu intensivieren“, so Schrumpf. Außerdem freut sie sich auf den intensiveren Kontakt mit den Studierenden.
Wir gratulieren herzlich und wünschen ihr für ihre neue Aufgabe alles Gute. Wir danken ihr für ihr langjähriges Engagement und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekten und Kooperationen.
Diese News-Meldung basiert u.a. auf der Presseinformation der MLU Halle-Wittenberg, veröffentlicht im Campus Halensis (https://www.campus-halensis.de/artikel/marion_schrumpf/).












