Biogeowissenschaften des Anthropozäns – ein neuer Masterstudiengang
In enger Zusammenarbeit mit den Max-Planck-Instituten für Biogeochemie und Geoanthropologie bietet das Institut für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität einen neuen Masterstudiengang mit dem Titel „Biogeowissenschaften des Anthropozäns“ an.
Als Antwort auf die drängendsten globalen Herausforderungen unserer Zeit konzentriert sich der Studiengang auf die Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels, des Verlusts der Artenvielfalt und der Überschreitung planetarischer Grenzen auf terrestrische Ökosysteme, sowohl über als auch unter der Erde.
Der neue Studiengang konzentriert sich auf die Schnittstelle zwischen Biosphäre und Geosphäre und richtet sich an Studierende, die ein starkes Interesse daran haben, Umweltsysteme auf integrierte und interdisziplinäre Weise zu erforschen.
Ein Kernziel ist dabei die Entwicklung aktiver, transformativer Kompetenz und intelligenter Lösungen. Der Studiengang umfasst intensive Feldarbeit an den Langzeitforschungsstandorten in Jena. Die Studierenden sammeln praktische Erfahrungen durch die Arbeit in „Freiluftlabors“ und erlernen moderne Monitoring-Techniken, von der Probenahme bis zur Analyse der Dynamiken zwischen den Bodenhorizonten bis zum Grundwasser, um die Critical Zone unter realen Bedingungen zu verstehen.
Das Programm umfasst ein betreutes Forschungsprojekt, in dem die Studierenden moderne experimentelle, analytische und datenwissenschaftliche Methoden anwenden. Anschließend können die Studierenden aus verschiedenen Spezialisierungen wählen, die von Feldforschung bis hin zu Modellierungsansätzen reichen.
Das Programm bietet eine flexible, interdisziplinäre Struktur für Bewerber mit einem Bachelor-Abschluss in Geowissenschaften, Biowissenschaften, Umweltwissenschaften oder verwandten Fachgebieten.
Prof. Dr. Sönke Zaehle, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie und Honorarprofessor für Biosphärenmodellierung an der Friedrich-Schiller-Universität, ist für das Modul „Globale biogeochemische Kreisläufe und Klimawandel“ verantwortlich.












