Max Planck Gesellschaft
Max Planck Institut für Biogeochemie



Die Rolle der Böden im Klimawandel
28. Juli 2020



Wassertropfen auf einer Bodenschicht (Photo: Antonio Jordán, veröffentlicht auf imaggeo.egu.eu)
Das Schicksal von Kohlenstoff in Böden wird durch die räumliche, chemische, funktionelle und zeitliche Komplexität des Bodensystems bestimmt.

Die Böden sind das größte aktive terrestrische Kohlenstoffreservoir und enthalten mehr als dreimal so viel Kohlenstoff wie die Atmosphäre. Allein diese Tatsache verdeutlicht, wie wichtig die Böden für das Klima sind. Dennoch ist die Kohlenstoffdynamik im Boden noch weitgehend unerforscht; so wird der organische Kohlenstoff im Boden auch als "dunkle Materie der Erdsystemwissenschaft" bezeichnet.

In einer kürzlich erschienenen Publikation, die von unserem Direktor Markus Reichstein mitverfasst wurde, wurde die Komplexität und Schönheit des Bodensystems hervorgehoben. Es ist die räumliche, chemische, funktionelle und zeitliche Komplexität in Verbindung mit anpassungsfähigen mikrobiellen Gemeinschaften, die den Verbleib des Kohlenstoffs in den Böden bestimmt. Daher ist unter sich ändernden Bedingungen auch eine schnelle Mobilisierung von scheinbar stabilem Bodenkohlenstoff möglich. Strategien zur Kohlenstoffbindung sollten folglich Böden nicht als bloße Kohlenstoffdeponie, sondern als ein empfindliches und komplexes System betrachten.

Link zur Publikation
Webseite Prof. Dr. Markus Reichstein
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