Aufgabengebiet

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

In meiner Forschung beschäftige ich mich vor allem mit Wassereinträgen, die nicht aus Niederschlägen stammen, wie beispielsweise Tau, Nebel, Frost, Raureif sowie Wasserdampfadsorption und absorption. Im Gegensatz zu Niederschlägen – bei denen Wassertropfen hoch in der Atmosphäre kondensieren und unter dem Einfluss der Schwerkraft wieder auf die Oberfläche zurückkehren – entstehen diese Wassereinträge an oder nahe der Erdoberfläche. Da es sich hierbei letztlich um die „biotische Zone“ handelt, gelten Wassereinträge, die nicht aus Niederschlägen stammen, als entscheidend für die „Bewohnbarkeit“, da sie auch in regenfreien Perioden für einen kontinuierlichen Eintrag von flüssigem Wasser sorgen. Dadurch beeinflussen diese Wassereinträge die hydraulische Leitfähigkeit des Bodens, die mikrobielle Aktivität und die Reaktionsgeschwindigkeiten biogeochemischer Prozesse. Obwohl sie quantitativ gering sind, können sie daher erhebliche Auswirkungen auf Ökosystemprozesse haben.

Meine Forschung zielt darauf ab, unsere Fähigkeit zur Erfassung und Quantifizierung von Wassereinträgen, die nicht aus Niederschlägen stammen, zu verbessern, um deren kombinierte Bedeutung für Ökosysteme weltweit besser zu verstehen. Ein klareres Bild dieser oft übersehenen Wassereinträge ist unerlässlich, um zu beurteilen, wie der Klimawandel ihre Entstehung verändern könnte und was dies für den Wasserhaushalt der Ökosysteme bedeutet.

Meine Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung und Bereitstellung von Beobachtungsdaten zu diesen Prozessen. In Zusammenarbeit mit anderen Forschungsgruppen nutzen wir diese Daten, um ihre Auswirkungen auf Ökosystemebene zu untersuchen – sowohl in Modellen als auch in anderen Datenprodukten. Indem wir Erkenntnisse über die physikalischen Kräfte, die Wasserwechselwirkungen auf molekularer Ebene steuern, mit Ökosystembeobachtungen verknüpfen, können wir beginnen zu verstehen, wie kleinräumige Prozesse die großräumige Wasser- und Kohlenstoffdynamik prägen.


NewsLearn more about my work at EGU 2026

Monday, 4 May 2026 | EGU26-16547
Advancing Land-Surface Modelling in ecLand Through a Unified Hydro-Thermal Framework
by Rajsekhar Kandala et al. https://doi.org/10.5194/egusphere-egu26-16547

Monday, 4 May 2026 |EGU26-1866
Co-Developing Metadata Standards for In-Situ ET Measurements
by Sibylle K. Hassler et al. https://doi.org/10.5194/egusphere-egu26-186

Tuesday, 5 May 2026 | EGU26-16325
Differences in soil water retention properties and plant available water below trees and grasses in a Mediterranean savanna
by Max Wittig et al. https://doi.org/10.5194/egusphere-egu26-16325

Tuesday, 5 May 2026 | EGU26-12631
Lessons learned from a long-term manipulation experiment in a semi-arid savanna ecosystem

Wednesday 6 May 2026 | EGU26-7376
The underestimated thirst: detectability of atmospheric water vapor uptake in ecosystem measurements and global models
by Sinikka J. Paulus et al. https://doi.org/10.5194/egusphere-egu26-7376

Wednesday, 6 May 2026 | EGU26-14924

Tracking Water Status and Drought Response with GNSS-T VOD Across Tropical to Temperate Forest Ecosystems
by Konstantin Schellenberg et al. https://doi.org/10.5194/egusphere-egu26-14924


Also consider joining our Splinter Meeting SPM38 to learn more about our initiative on Co-Developing Metadata Standards for In-Situ ET Measurements 

Organized by Sibylle K. Hassler | Co-organized by: Martin Freudiger, Jannis Groh, Reinhard Nolz, Sinikka J. Paulus
Tuesday, 5 May 2026 | 12:45–13:45 CEST | Location: Room 2.61


Gemeinnützige Arbeit:

  • bis Januar 2024: Gewählte Stellvertreterin der Gleichstellungsbeauftragten des Instituts
  • Betreuung von Student*innen, Assistenz in Lehrveranstaltungen (FSU Jena, UNI Freiburg)
  • Wissenschaftliche Gutachterin für Hydrology and Earth System Sciences (HESS), Journal of Hydrology und Agricultural and Forest Meteorology



Frühere Forschung als wissenschaftliche Hilfskraft:

Universität Freiburg - Institut für Ökosystemphysiologie:

In der Gruppe von Maren Dubbert untersuchten wir die Wasseraufnahme von Wurzeln in einem gemäßigten Grasland mit Hilfe stabiler Wasserisotope. Wir kombinierten zwei Messverfahren um "live" und ohne Störung in situ (d.h. ohne die Entnahme von Material) die Isotopie des Wasserdampfs der Bodenluft und der Blatttranspiration während einer Dürre zu messen. Diese Ergebnisse haben wir mit der Isotopensignatur von zerstörend entnommenem Material verglichen, um die methodischen Unterschiede zu charakterisieren. Solche Methodenvergleiche sind wichtige Entwicklungsschritte um die Anwendungensmöglichkeiten neuer Methoden zu bewerten und häufig die Grundlage für viele Folgeuntersuchungen. (Link Dissertation) (Link Paper)

Universität Freiburg - Institut für Bodenökologie:

Unter der Leitung von Martin Maier habe ich als studentische Hilfskraft auf dem Gebiet des Bodengastransports geforscht. Wir haben Spurengaskonzentrationen in der Bodensäule mit einem gruppenintern entwickelten tragbaren in situ Probenahmestab gemessen. In verschiedenen Messkampagnen haben wir diese Technik mit anderen kombiniert, um Informationen zu gewinnen über

  • die Triebkräfte der Variabilität des Methan Verbrauchs auf kleinskaliger Ebene (Link)
  • die Auswirkungen des turbulenzbedingten Druckpumpens auf den Gastransport im Boden (Link)
  • die Wechselbeziehung zwischen der Methanproduktion im Boden und der Methan Emission aus dem Stamm von Buchen (Fagus sylvatica) (Link)

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