Wege aus der Polykrise: Mehr Prävention wagen (Symposium)
- Datum: 27.02.2026
- Uhrzeit: 15:00 - 18:00
- Ort: Plenarsaal der Akademie Geschwister-Scholl-Straße 2 55131 Mainz
- Gastgeber: Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz
Am fehlenden Geld liegt es kaum: Im Umweltschutz etwa fließen von jährlich rund 80 Milliarden Euro ganze 94 Prozent in Abfall- und Abwasserwirtschaft sowie die Beseitigung von Umweltschäden – also in nachträgliche „Aufräumarbeiten“. Ähnlich im Gesundheitswesen: 94 Prozent der Mittel werden für Behandlung aufgewendet – Vorsorge und Prävention bleiben stark unterfinanziert. „Schädigen – dann wiederherstellen“ scheint vielerorts das vorherrschende Prinzip zu sein; sei es im Umwelt- und Gesundheitsbereich, im Krisenmanagement oder beim Schutz demokratischer Strukturen.
PROGRAMM
Begrüßung
Prof. Dr. Andrea Rapp (Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz)
Impulsvortrag
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt)
Impulsvortrag
Prof. Dr. Gabriele Britz (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Impulsvortrag
Prof. Dr. Markus Reichstein (Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena)
Impulsvortrag
Prof. Dr. Iris Pigeot (Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie − BIPS, Bremen)
Impulsvortrag
Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest (ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.)
Podiumsdiskussion und anschließendes Gespräch
Mit den Referenten und dem Publikum
Moderation: Prof. Dr. Klement Tockner (Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt)
Doch wie lässt sich dieser Kurs
ändern? Prävention muss sich lohnen – sie muss zum tragfähigen und
rentablen Geschäftsmodell werden. Zudem gilt es, schädliche Subventionen
abzubauen oder gezielt in nachhaltige Alternativen umzulenken.
Erforderlich sind zugleich innovative Ansätze in Forschung und Umsetzung
– und der politische Wille, die komplexen Wechselwirkungen zwischen
Biodiversität, Klimawandel, geopolitischen Krisen und menschlicher
Gesundheit in konkrete Maßnahmen zu übersetzen. Unser Ziel ist es, Wege
aufzuzeigen, wie wir durch mehr Prävention widerstandsfähiger, gesünder
und nachhaltiger handeln können.